Eltern-Zentrum    09.09.2010 - 14:55   
  Startseite   |   Eltern-Zentrum / Community   |   Suchen   |   Online-Spiele   |     Shopping   |     Impressum   |   Hilfe   |  
 Themen

Startseite Neue Themen

Beruf
Eltern
Gesundheit
Pädagogik
Recht
Technik
Multimedia
Essen & Trinken

 

 Beruf
 Beruf > Beruf: Z > Beruf: Zeitarbeit
 

Zeitarbeit

Mindestlohn in der Zeitarbeitsbranche?

Wie viele Zeitarbeitnehmerinnen und Zeitarbeiter gibt es in Deutschland (1)?

Der Bundesverband Zeitarbeit (BZA) stellte Ende September 2007 fest, das in Deutschland rund 671.000 Menschen im gewerblichen Bereich der Zeitarbeitsbranche tätig sind. Insgesamt sind etwa 774.000 Menschen über Personaldienstleister hier zu Lande beschäftigt. Im Vergleich zum September 2006 bedeutet dies ein Zuwachs um 19,2%. Auch in Zukunft werden immer mehr Menschen über die Zeitarbeitsbranche eine Beschäftigung finden. Für das erste Quartal 2007 wird ein Wachstum von 6% - 7% erwartet.


Wachsende Zahl von "schwarzen Schafen"

Der Jobmotor Zeitarbeit bringt für viele Beschäftigten ein Grundproblem: Sie können von ihrer eigenen Händearbeit weder sich selbst, noch ihre Familie ernähren.

Eines der Ursachen dafür besteht vor allem darin, dass beispielsweise ein Facharbeiter bei der Zeitarbeitsfirma als Helfer eingestuft wird. Die Zeitarbeitsfirma kassiert aber für einen Facharbeiter. Folge: Eine Aufstockung durch "Hartz 4" ist für die Mitarbeiterin / den Mitarbeiter zwingend notwendig.

Inzwischen zeichnet sich ein Trend ab: Zeitarbeitsfirmen bauen darauf, das ihre Beschäftigten vorwiegend durch Hartz 4 ihr überleben gesichert bekommen.

Stundenlöhne zwischen 4,-€ und 6,50€ sind der grobe Durchschnitt. So ist für den Norden Deutschlands der niedrigere Durchschnitt anzuführen und je südlicher wir kommen, desto höher wird der Stundenlohn.

Aber das ist noch nicht alles. Zeitarbeitsfirmen unterscheiden überdeutlich zwischen „Ostlohn“ und "Westlohn". D.h. wer im Westen wohnt, aber in Ostdeutschland arbeitet, der bekommt einen Lohn zum Ostniveau. Davon betroffen sind vor allem mobile Arbeitskräfte wie z.B. Monteure.


Wir fordern einen gesetzlicher Mindestlohn für alle: (2)

  • Als einfache und einheitliche Untergrenze bei der Entlohnung jeglicher Beschäftigung.
  • Verhindert, dass Menschen zu Hungerlöhnen arbeiten müssen, mit denen sie ihre Existenz nicht sichern können.
  • Verhindert für Unternehmen ruinöse Unterbietungs-wettläufe, da alle Unternehmen den gleichen Mindestlohn zahlen müssen.
  • Führt dazu, dass die Menschen mehr Geld für den privaten Konsum zur Verfügung haben, so dass auch die Binnennachfrage angekurbelt wird. Dadurch entstehen neue Arbeitsplätze.
  • Ist sozial gerecht, weil er ein weiteres Auseinander-driften der Gesellschaft in Arm und Reich begrenzt.

  • Quellen

      1) http://www.bza.de/475.html
      2) http://die-linke.de/politik/themen/positionen_a_z/mindestlohn/

    Anmerkung: In Deutschland gibt es keine gesetzliche Mindestrente. Für Menschen die in der Zeitarbeitsbranche gefangen sind, ergibt sich zwingend die Tatsache, dass ihnen auch im Alter nicht genug Einkommen zur Verfügung stehen wird, um ein menschenwürdiges Leben zu führen. Menschen mit einem solch geringen Einkommen ist es schlicht nicht möglich für das Alter private Vorsorge zu betreiben.

     << zurück

     Werbung

     Drucken  
     Drucken

    Die Druckfunktion ist auf dieser Seite nicht möglich


       Impressum       Nutznungsbedingungen (NUB)       Datenschutz       FAQs zu Eltern-Zentrum       Hilfethemen