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Zeitarbeit
Knebelverträge zu Lasten der Arbeitnehmer und Kundenfirmen
"Zeitarbeit" ist ein stark umkämpftes und damit ein knallhartes Geschäft. Jeden Monat gehen mehrere neue Zeitarbeitsfirmen an den Start. Die Konkurrenz steigt kontinuierlich an. Dies belebt einerseits die Branche, andererseits löst es massive Probleme bei Kundenfirmen und Beschäftigten aus.
"Kundenbindung" ist hier das große Stichwort. So verpflichten sich Kundenfirmen oft zu unmöglicher Erfüllung dubioser Forderungen. Diese sind z.B.:
- Mindestabnahme: Die Kundenfirma verpflichtet sich ein bestimmtes Kontingent an Zeitarbeit zu beschäftigen.
- Mindestbeschäftigungszeiten: Die Kundenfirma muss einen Zeitarbeiter eine bestimmte Zeit beschäftigen, bevor eine Übernahme möglich ist.
- Auftragspflicht: Die Kundenfirma darf nur von dieser einen Zeitarbeitsfirma Mitarbeiter anfordern / beschäftigen. Erst wenn die Stelle nach einer vereinbarten Frist nicht von der Zeitarbeitsfirma besetzt werden kann, darf sich die Kundenfirma an eine andere Zeitarbeitsfirma wenden oder selbst einstellen.
- Übernahmegebühr: Bei der Übernahme eines Zeitarbeiters wird eine „Übernahmegebühr“ fällig. Diese bewegt sich i.d.R. Im 5-Stelligen Bereich.
Von solchen Vereinbarungen und Klauseln sind die Knebelverträge der Zeitarbeitsfirmen mehr als nur übersättigt. Daraus entstehen oft Probleme wie z.B.:
- Arbeitskräftemangel
- Zeitarbeiter können trotz Wille nicht übernommen werden
- Neueinstellungen werden erschwert oder unmöglich gemacht
- Lohndumping in der Zeitarbeitsbranche
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