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 Eltern > Eltern: M > Eltern: Mobbing
 

Mobbing: Mein Kind ist Außenseiter

Kennt ihr Kind das auch? Kleine Papierkügelchen fliegen auf ihn zu, Schimpfwörter fallen, Sachen werden von ihrem Kind geklaut oder versteckt, Gewaltanwendung gegen ihr Kind, Sticheleien und Wortgefechte ....... und immer geht es nur auf ihr Kind? In unserer modernen Sprache wird dies "Mobbing" genannt, früher war es "nur" der "Außenseiter".


Warum wird überhaupt gemobbt?

Opfer von Mobbing können selten etwas dafür, dass sie so behandelt werden. Derjenige, der mobbt, will sein Selbstbewusstsein auftanken, die Langeweile vertreiben und Spaß haben. Der "Mobber" sucht sich immer einen Schwächeren aus, den er ärgern kann: Zum Beispiel jemanden, der neu ist und deshalb noch nicht viele Freunde hat. Damit alles klappt, braucht er aber Unterstützung. Meistens gibt es noch ein paar andere, die mithelfen – und die lassen sich leider schnell finden.


Im Schnitt mobben drei Kinder pro Klasse

Mobbing kratzt an Gesundheit und Selbstvertrauen. Deshalb kann man, wenn es richtig schlimm wird, auch vor Gericht klagen. Im Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland steht als Allererstes: "Die Würde des Menschen ist unantastbar." Damit ist unter anderem gemeint, dass niemand respektlos behandelt und erniedrigt werden darf. Trotzdem ist Mobbing an deutschen Schulen ein Problem. Bis zu drei Kinder in einer Klasse geben zu, regelmäßig Mitschüler zu tracktieren - also zu mobben. Und etwa genau so viele Kinder werden gemobbt. Bei der kostenlosen "Nummer gegen Kummer" für Kinder und Jugendliche melden sich in Berlin etwa 300-350 Kinder im Jahr, die mit Mobbing zu tun haben. Aber das sind nur die Fälle, die bekannt werden. Die Meisten, schämen sich dafür, dass sie gemobbt werden und wollen nicht darüber reden.


Hilfe holen

Aber damit Mobbing aufhört, muss man sich Hilfe holen: bei Freunden, bei den Eltern, bei den Lehrern, vielleicht sogar bei der Schulleitung. Da kommt man ganz schwer allein wieder raus. Diejenigen, die nur zuschauen, wie jemand anders gemobbt wird, das aber nicht richtig finden, sollten für den Schwächeren einstehen. Wenn die „Zuschauer“ schnell genug und richtig reagieren, können gemobbte Schüler bald wieder ohne Angst in die Schule gehen.


Was kann ihr Kind gegen Mobbing tun?

Wenn du siehst, dass jemand gemobbt wird:

  • Es gar nicht erst so weit kommen lassen! Freunde holen, sich in einer Gruppe zusammenschließen, die stärker ist als der Angreifer und sagen: Los, hör auf!
  • Erwachsene informieren: Eltern, Lehrer, den Schulleiter. Schildert die Situation und bittet um Hilfe.

Wenn du selbst gemobbt wirst:

  • Tagebuch führen: Schreib genau auf, wer was wann wo gemacht hat und wer dabei zugesehen hat. Dann hast du Zeugen und etwas in der Hand, mit dem du nachweisen kannst, was passiert ist.
  • Verbündete suchen: Bitte deine Freunde oder Geschwister um Hilfe.
  • Erwachsene informieren: Eltern, Lehrer, den Schulleiter. Schildere die Situation und bitte um Hilfe.
  • Wenn du beklaut oder erpresst wirst, informiere deine Eltern. Du kannst auch zur Polizei gehen.
  • Wenn du nicht mehr weiter weißt, ruf an: Die Nummer gegen Kummer, bundesweit von Montag bis Freitag von 15 bis 19 Uhr: 0800-1110333. Der Anruf ist kostenlos und bleibt anonym.

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