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Schnuller
Gründe für die Anwendung des Schnullers
Schnullerkinder nehmen auch gern die Brust
Eine aus dem Jahre 1982 von E.Helsing und F. S. King durchgeführte Studie (Breast-feeding in practice = Stillen in der Praxis) fand heraus, das Säuglinge die Brust der Mutter nicht ablehnen, wenn sie einen Schnuller von den Eltern bekommen. Schnullerkinder nehmen auch weiterhin die Brust. Eine schweizer Studie bestätigte diese Erkenntnis im Jahre 1989 erneut.
Die Kinder nehmen keinen Daumen oder Finger mehr in den Mund
In der gängigen Literatur finden sich zahlweise Hinweise und Forschungsergebnisse, das Kinder, welche an den Schnuller gewöhnt sind, auf andere Mittel wie Daumen oder Finger verzichten. Ferner wurde mehrfach wissenschaftlich belegt, das dass Daumenlutschen sich negativer auswirkt als der Gebrauch des Schnullers. Trotz der wissenschaftlich anerkannten Ergebnisse aus mehreren Studien gibt es heute noch zahlreiche Kinderärzte, die den Eltern erklären, das der Daumen der weiblichen Brustwarze immer noch am nächsten käme und deshalb sei der Daumen dem Schnuller vorzuziehen.
Schnuller sind weniger schädlich als andere Fremdkörper
Das Saugbedürfnis durch den Schnuller zu befriedigen ist wesentlich effektiver als andere Mittel. Denn die meisten Kinder geben das Saugbedürfnis bis zum 3. Lebensjahr (meist von allein) auf. Die negativen Folgen des Daumen oder Schnullers nehmen ab diesem Zeitpunkt mit steigendem Alter zu (vgl. Ogaard 1994). Wobei natürlich auch die Häufigkeit der Schnullernutzung eine wesentliche Rolle spielt.
Schnuller verhindert Karies
1997 wurde durch eine Studie erstmal festgestellt, das der Schnuller Karies verhindert. Denn durch den Fremdkörper im Mund wird Speichel produziert und das Kind spült die bakterien quasi einfach weg.
Immer wieder wird gern behauptet, der Schnuller verursache Karies. Dies trifft jedoch nur dann zu, wenn die Eltern den Schnuller in Speisen eintauchen oder ihn selbst "anfeuchten"
Schnuller fördert die Gewichtszunahme bei Frühgeborenen (Frühchen)
1992 konnte nachgewiesen werden, das Frühgeborene mit Schnuller ruhiger sind und sich weniger bewegen. Dies spart vor allem Energie und sorgt dadurch für eine schnellere Gewichtszunahme (vgl. 1992 K.S. Kanarek).
Schnuller hilft dem Säugling sich besser zu fühlen
In einer Untersuchung aus dem Jahr 1989 wurden über 4.000 Eltern befragt. 60% gaben an, das ihr Kind mit dem Schnuller ruhiger und besser schlief. Außerdem gehen Schnullerkinder mit Schmerzen besser um. So gab es zwei Gruppen: Eine Gruppe bekam den Schnuller – die andere nicht. Insgesamt hatten alle Kinder eines gemeinsam: Sie erhielten aus gesundheitlichen Gründen täglich eine Injektion. Die Kinder, welche den Schnuller gebrauchten, war deutlich ruhiger (gemessen an der Herzfrequenz) und weinten deutlich weniger.
Interessant daran ist vor allem, das in den Folgejahren weitere solcher Untersuchungen gemacht wurden die alle zum gleiche Ergebnis kamen. Trotzdem werden die Ergebnisse heute noch gerne ignoriert und ganz schlaue behaupten einfach das Gegenteil – ohne ihre Behauptung belegen zu können.
Schnuller verhindert plötzlichen Säuglingstod
Mehrere Studien haben ergeben, das Schnullerkinder ein um 90% geringeres Risiko aufweisen - als Kinder ohne Schnuller – um am SIDS (sudden infant death syndrome = plötzlicher Säuglingstod) zu sterben.
Als erste fanden Mitchell und Mitarbeiter in Neuseeland 1993 heraus, daß beim Gebrauch eines Schnullers das SIDS-Risiko () um ca. 50% reduziert ist. Mittlerweile gibt es mindestens 5 weitere unabhängige Studien, die dieses Ergebnis bestätigen.
Nasenatmung wird schneller erlernt
Langjährige Beobachtungen und Untersuchungen haben ergeben, das Säuglinge die den Schnuller benutzen, die Nasenatmung schneller erlernen.
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