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Spielplatz
Baukunst: Spielplätze nach Florian Aigner
"Fantasiekiller" nennt der Bildhauer Florian Aigner herkömmliche Spielplätze. Er setzt bei diesem Thema auf bespielbare Kunst.
Zitat Florian Aigner: "Ich weiß, was Kinder wollen. Nicht das was Erwachsene denken, das sie wollen. Und was Spielgerätehersteller gemeinhin so auf die Plätze stellen, mag noch gerade fürs Kindergartenalter taugen. Aber die älteren können sich doch nur zu Tode langweilen."
Erst mit knapp 50 Jahren kam der Bildhauer und Schöpfer eigenwilliger Möbel und Pavillons auf das Thema Spielplatz und damit im Verlauf von nunmehr zehn Jahren zu beispiellosem Erfolg. Es begann mit Aufträgen von Landschaftsarchitekten für Landesgartenschauen, dann folgten Kommunen, Schulen und Kinderkrankenhäuser.
Aigner freut sich besonders über die Tatsache, das sein Objekte – im Gegensatz zu herkömmlichen Spielplätzen nicht zerstört werden. Und das liegt nicht nur an der Verarbeitung solider, acht Jahre lang gelagerte handgeschnittener Eiche, die der Mensch des Baumes folgend verarbeitet wird. „So sind die natürlich entstehenden geraden, S-förmigen oder gebogenen Stangen in sich sehr stabil und außerdem kann sich kein Kind einen Splitter einziehen."
Der Vandalismus, den die Hersteller üblicher Spielgeräte beklagen, liegt aus Aigners Sicht an der Langeweile von Kindern und Jugendlichen, die sich angesichts der reizlosen Spielplätze empfinden müssen. "Zerstören ist da manchmal der einzige Spieleffekt", meint er und erinnert sich mit welchen mulmigem Gefühl er vor einigen Jahren ein Projekt inmitten einer Plattenbausiedlung in Berlin-Hellersdorf zu realisieren begann. "Da kamen Glatzen auf uns zu und pöbelten. Aber dann begriffen sie plötzlich, das etwas entstand, das anders war. Es endete damit, das sie mithalfen und seither den Platz zu abendlichen Treffpunkt erwählt haben. Da hängen sie dann im Gestänge und quatschen. Ohne Aggressionen."
"Wer nicht in die Wildnis kann, verwildert in den Städten." Zitat Florian Aigner
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