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ADHS - Aufmerksamkeits-Defizit-Syndrom
Fragestellung: Begünstigt ADHS Computersucht / Internetsucht?
Um diese Frage zu klären, muss man sich verdeutlichen, was Computer- und Internetsucht ausmacht, bzw. was das ist?
Was ist eine Computersucht?
Unter dem Begriff Computersucht versteht man den zwanghaften Drang, sich so oft wie möglich mit dem PC auseinander zu setzen, bzw. zu beschäftigen.
Computersucht geht in den allermeisten Fällen mit Internetsucht einher.
Computersüchtige Menschen kapseln sich von der realen Welt völlig ab. Sie leben nur noch in ihrer eigenen virtuellen Welt. Familie und Freunde werden nicht mehr wahrgenommen. Der Beruf kann infolge der Sucht nicht mehr ausgeübt werden. Die Schule wird geschwänzt oder der Schüler schläft im Unterricht. Die Patienten kommen oft Wochenlang nicht aus der Wohnung.
Neben den sozialen Folgen gibt es auch körperliche Schäden wie z.B.
- Starke Haltungsschäden
- Muskelrückbildung
- Übergewicht durch den Bewegungsmangel
- In seltenen Fällen sind epileptische Anfälle möglich
Am häufigsten wird Computersucht durch Spiele verursacht. Unter anderem bieten Onlinespiele ein sehr großes Abhängigkeitspotential. Es wird von einer „Sucht“ gesprochen. Die Sucht wirkt sich körperlich wie psychisch aus.
Computer- und Internetsüchtige ergeben sich ganz und gar dem PCs.
Beobachtungen zu Folge begünstigt ADHS die Computersucht gravierend. Extrem gefährdet ist der „visuelle Lerntyp“. Im Folgenden werden anhand einiger konkret ausgeführter Gründe deutlich, warum ADHS-Patienten (Kinder und Erwachsene) in hohem Maße anfällig für die Computerund Internetsucht sind.
Visuelle Reize sind schnell verarbeitet
Visuelle Reize werden regelrecht aufgesogen und in rasanter Geschwindigkeit verarbeitet. Die Reaktion auf die Bilder ist dementsprechend schnell. Oftmals viel schneller als bei einem gesunden Menschen.
Bei einer schnellen und erfolgreichen Reaktion seitens des Spielers wird der Erfolg sofort sichtbar.
Bei der Wahl zwischen einem Onlinespiel und einem Schulbuch, wird das Schulbuch immer den Kürzeren ziehen.
Erfolg macht süchtig
Egal ob Kind oder Erwachsener: Erfolg wirkt motivierend. Ecken ADHS-Patienten im realen Leben oft überall an und erleben einen ständigen Misserfolg, ziehen sie sich in die virtuelle Welt des PCs und des Internets zurück. Denn dort finden sie schnell Gleichgesinnte und können große Erfolge im Spiel erzielen. Diese Erfolge motivieren den Spieler zur Fortsetzung. Und bevor man voller Frust versucht in der realen Welt sich zu recht zu finden, bleibt der Zocker im Spiel.
Fehlende Anerkennung
Oft werden Erfolge in der realen Welt nur unzureichend gewürdigt. Zum größten Teil findet sich die Ursache darin, das gleichaltrige Schüler schon weiter entwickelt sind und die gerade erbrachte Leistung des ADHS-Kindes seitens der Erwachsenen als normal angesehen wird und somit ungeachtet bleibt.
Ähnliches spielt sich diese Situation bei jungen Erwachsenen und Erwachsenen ab. Leistungen bleiben ungeachtet.
Im realen Leben werden fast nur negative Dinge beanstandet. Positives bleibt auf der Strecke. Anders bei Onlinespielen: Hier wird die Leistung anerkannt – sofort nach dem Erbringen derselben.
Konzentration ist einfacher
Ein ADHS-Patient kann sich nur schwer Konzentrieren. Oft ist er im Strom der Gedanken gefangen.
Der PC ermöglicht es, diesem Zustand zu entkommen. Immer neue Reize von denen sich keiner wiederholt und immer neue Herausforderungen ermöglichen dies.
Da fällt es sogar einem ADHS-Patienten leicht sich auf das Spiel zu konzentrieren. Doch fokussiert er in diesem Falle so sehr, das er alles anderen um sich herum vergisst. Familie, Essen, etc ….. alles wird zur Nebensache und unwichtig.
Wir hoffen, dass wir Ihnen einen guten Einblick in die Problematik "ADHS im Zusammenhang mit dem Risiko der Computersucht und Internetsucht" geben konnten.
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