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ADHS (Aufmerksamkeits - Defizit - Hyper- (Hypo-) aktivitäts - Syndrom)
Untergewicht bei ADHS
Kinder, welche an ADHS leiden und medikamentös mit Methylphenidat (z.B. Ritalin, Medikinet, Concerta) behandelt werden, weisen oftmals Untergewicht auf. Das hängt damit zusammen, dass der Wirkstoff Methylphenidat eine Nebenwirkung hat. Nämlich die, das die Kinder (und auch Erwachsene) an Appetitlosigkeit ebenso leiden wie an dem ADHS selbst.
Besonders schwierig ist es dann, wenn die Kinder von Natur aus schlechte „Esser“ sind. Gerade dann ist es schwierig das "Idealgewicht" altersentsprechend zu erreichen.
Aber was können Eltern tun um das drohende Untergewicht zu verhindern?
Es gibt vier relevante Möglichkeiten das Problem des „nicht Essens“ zu beseitigen. Allerdings wird sich die Wirksamkeit der Maßnahmen erst durch Erfahrung bestätigen oder widerlegen.
Das Lieblingsgerichte kochen
Kochen Sie ihrem Kind überwiegend seine Lieblingsgerichte. Wenn es sowieso schon schwierig ist, die Kinder zum Essen zu bewegen, dann sollte es ihnen wenigstens auch schmecken.
Lassen sie das Kind an der Entscheidung mitwirken, wenn es um die Frage geht "Was gibt es heute zu Essen?". Aber lassen sich nicht auf schwierige Diskussionen ein. Irgendwann müssen Sie eine Entscheidung treffen. Und je eher desto bessser … desto nervenschondender.
Zeit zum Experimentieren nach dem Motto „Was schmeckt meinen Kindern noch, außer …..?“ bietet Ihnen als Eltern das Wochenende noch genug.
Zeitpunkt für die Einnahme des Medikamentes oder den Zeitpunkt der Mahlzeit verschieben
Sie als Eltern sind die "Bestimmer". Was im Klartext heißt, das sie sagen wann es etwas zu essen gibt oder wann das Medikament (Ritalin, Medikinet, Concerta) eingenommen werden soll.
Verschieben Sie die Mahlzeiten auf die Zeit vor und nach der Wirkung des Medikamentes. Geben Sie Ritalin beispielsweise zum Frühstück dazu und nicht schon nach dem Aufstehen. Und Mittags nach der Schule oder spät am Abend gibt es wieder eine große Mahlzeit. (Achtung: Je nachdem ob die medikamentöse Behandlung nur in der Schulzeit oder den ganzen Tag anhalten soll).
Zwischendurch kleine Mahlzeiten zulassen
Wenn ihr Kind zwischendurch eine kleine Mahlzeit haben möchte, dann empfiehlt es sich, dem Kind oder dem Jugendlichen dieses Recht auch einzugestehen und ihm seinen "zwischendurch Hunger" zu gewähren. Denn: Besser sie essen zwischendurch als gar nicht. Nur sollte man eines von Beginn an einführen und unbedingt einhalten: Ihr Kind muss die Küche so verlassen, wie es sie vorgefunden hat. Machen ihre Kinder das nicht und sie als Eltern räumen immer alles hinterher, saufen sie als Eltern im Küchenchaos bald ab.
Flexible Mahlzeiten für alle Familienmitglieder
Führen Sie kleine „Zwischen-durch-Mahlzeiten“ ein. Dabei muss es sich nicht immer um eine komplette Mahlzeit handeln. Stellen sie beispielsweise einen Teller mit geschnittenem Obst und Gemüse (z.B. Karotten und Äpfel) auf den Küchen- oder Wohnzimmertisch. Auch kann es sich dabei um Salat oder eine kalte Platte handelt. Ihrer kreativen Ader sind hier keine Grenzen gesetzt. Beachten sie dabei nur, was die Mehrheit der Familie mag, damit nicht unnötigerweise etwas weggeschmissen werden muss.
Wichtig ist nur, dass es sich auch um etwas Nahrhaftes handeln muss. Chips und andere Süßigkeiten gelten nicht als Nahrung oder Nahrungsersatz. Als Zwischendurchmahlzeit sind Süßigkeiten absolut untauglich!
Mit diesen vier Anregungen sollte das Untergewicht - oder das drohende Untergewicht - gut in den Griff zu bekommen sein.
Wenn Sie als Eltern bei ihrem Kind den Verdacht auf Untergewicht haben, dann teilen sie dies bitte auch ihrem behandelnden Arzt unbedingt mit.
Wenn Sie als Erwachsener ADHS-Patient Untergewicht haben, können Sie nach den gleichen Anregungen vorgehen, wie die Eltern von ADHS-Kindern.
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