|
ADHS (Aufmerksamkeits - Defizit - Hyper- (Hypo-) aktivitäts - Syndrom)
Methylphenidattherapie bei Operationen
Prinzipiell sollte zunächst der Anaesthesist und der Operateur über das Vorliegen eines ADS und einer Medikation mit Ritalin informiert werden. Letztendlich hat ersterer die Verantwortung für die Medikation.
Insgesamt hat es sich nicht bewährt, ADS Kinder mit der üblichen Prämedikation am Vorabend oder Morgen der OP (meist Benzodiazepine, wie z.B. Dormicum (R) ) vorzubehandeln, da ADS Kinder häufig paradox (d.h.erregt) auf diese Substanzen reagieren. Zu empfehlen ist hier eher die Fortsetzung der Ritalin-Medikation bis zum Vorabend, ggf. sogar noch am Morgen der OP. Die Narkose selbst muss wie gewohnt durchgeführt werden, hier kann jede Art von Narkosemitteln (Relaxantien, Sedativa, Opiate, Opioide, Hypnotika, Gase) eingesetzt werden. Insgesamt scheinen ADS Kinder aber empfindlicher auf Narkosegase, wie Halothan, Enfluran, Sevofluran etc. zu reagieren.
Wann die Ritalin-Medikation wieder aufgenommen werden kann, hängt sehr stark von der durchgeführten OP ab. Hier spielen neben der Nahrungsaufnahme auch andere Faktoren, wie z.B. Nachblutungsrisiken eine wesentliche Rolle.
Bei rein lokalen Eingriffen, die in lokaler Betäubung vorgenommen werden (z.B. Entfernung von Muttermalen etc.) besteht im Regelfall kein Grund zu Unterbrechung der Ritalin-Therapie.
Quelle:
Novartis Pharma AG
Lichtstrasse 35
CH-4002 Basel
SWITZERLAND
<< zurück
|