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 ADHS - Aufmerksamkeits-Defizit-Hyper / Hypoaktivitäts-Syndrom
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ADHS (Aufmerksamkeits - Defizit - Hyper- (Hypo-) aktivitäts - Syndrom)

Was verbessert sich unter Medikation?

Durch die Medikamentengabe (z.B. Ritalin; Medikinet; Concerta; Strattera) bei Kindern und Erwachsenen werden lediglich die gleichen Voraussetzungen hergestellt, wie sie das gesunde Gehirn hat. Dies ist medizinisch nicht ganz korrekt, aber zum Verständnis einfacher ausgedrückt.

Grundsätzlich gilt bei Kindern: Medikamente nehmen niemandem erzieherische Arbeit ab! Weder Eltern, noch Pädagogen (z.B. ErzieherInnen oder LehrerInnen). Es ist weder eine Droge, noch ist es eine „Leistungspille“. Es unterstützt das Kind, seine Symptomatik in Griff zu bekommen. Es werden durch die medikamentöse Therapie lediglich die Symptome behandelt. Dadurch wird dem kleinen Patienten ähnliche Voraussetzungen geboten, wie dem gesunden Kind.

Grundsätzlich gilt bei Erwachsenen: Die Einnahme von Medikamenten wird ihre Probleme grundsätzlich nicht lösen. Aber es wird Ihnen helfen, die meisten ihrer bestehenden Probleme in den Griff zu bekommen, weil Sie durch die Symptomatik unter Medikation weniger in ihren Fähigkeiten eingeschränkt werden.

Grundsätzlich gilt für die medikamentöse Behandlung im allgemeinen: Es ist eine medizinisch notwendige Unterstützung, welche ärztlich eingeleitet, überwacht und kontrolliert wird. Die medikamentöse Therapie kann als „Symptomtherapie“ definiert werden. D.h. es werden die Symptome behandelt, indem die Ursache vorrübergehend beeinflusst wird.

WICHTIG: Nicht jeder ADHS-Patient hat eine medikamentöse Therapie nötig. Die Entscheidung ob ein solcher therapeutischer Weg eingeleitet wird hängt von verschiedenen Faktoren (Schul- Arbeitssituation; Soziale Fertigkeiten; Entwicklungsstand; gesellschaftliche Eingliederung; u.n.v.) ab und wird letztlich von Eltern, Patienten und Arzt gemeinsam entschieden.

Es kann unterschieden werden zwischen primären Verbesserungen und Sekundären Verbesserungen:

Primäre Verbesserungen (einige Beispiele):

  • Die Beobachtungs- und Umsetzgenauigkeit
  • Das Reagieren und beachten auf Anweisungen / Aufgaben und Regeln
  • Die Frustrationstoleranz erhöht sich
  • Bessere Konzentration (deutlich weniger aggressive Reizüberflutung)
  • Das Angehen an schwierig erscheinende Aufgaben
  • Erhöhter Arbeitseifer und erhöhte Arbeitsbereitschaft
  • Die Verträumtheit nimmt deutlich ab (bei Hypoaktivität)
  • Die Unruhe nimmt deutlich ab (bei Hyperaktivität)
  • Impulsives Verhalten nimmt ab
  • Selbstkontrolle wird besser

Sekundäre Verbesserungen (einige Beispiele):

  • Selbsteinschätzung / Selbstwertung (Was kann ich? Was darf ich?)
  • Durch verbessertes Verhalten erhöhter sozialer Status
  • Emotionale Beziehungen zur eigenen Familie und "Außenwelt"
  • Verbesserter Umgang mit Misserfolgen
  • Deutlich verbesserte Interaktion mit der Umwelt

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