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Enuresis / Inkontinenz
Inkontinenz: Formen
Harninkontinenz (unfreiwilliger Harnverlust) ist zu 90% erworben und nur zu 10% angeboren. Die Hauptursachen sind geschwächte Beckenboden-Muskulatur, Senkungszustände des weiblichen Genitales, Nervenwurzelerkrankungen, Prostataerkrankung, Zustand nach Operationen, Entzündungen im Harnsystem und Darm, psychische Belastung und Schließmuskelschwäche.
Belastungs-(Stress)-Inkontinenz: unfreiwilliger Harnverlust bei ungenügendem Harnröhrenverschluss (=Sphinkter-Insuffizienz) unter körperlicher Belastung (husten, schwer tragen, pressen, niesen, bücken).
Drang-(Urge-)Inkontinenz: unfreiwilliger Harnverlust bei starkem Harndrang und nicht hemmbarer Blasenmotorik (=Detrusor-Insuffizienz; Musculus detrusor=harnaustreibender Muskel) bei intaktem Harnröhrenverschluss.
Reflex-Inkontinenz: unfreiwilliger Harnverlust ohne Harndrang, wenn sich der Detrusor unwillkürlich zusammen zieht. Die Ursache liegt in einer Unterbrechung der Nervenbahnen.
Überlauf-Inkontinenz: Unfreiwilliger Harnverlust bei großen Restharnmengen und mangelhafter oder fehlender Blasenmotorik. Der Druck in der Blase wird durch Überfüllung so groß, dass es zum Urinabgang kommt.
Extraurethral: Harnverlust durch Austritt von Urin außerhalb der Harnröhre.
Enuresis: "Bettnässen", "Einnässen" eines Kindes vom 4. Lebensjahr an; durch psychische Belastungen (Ortswechsel, Einschulung, Eifersucht, Entfremdung) hervor gerufen; organisch bedingt oder durch Krampfanfälle ausgelöst.
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