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Enuresis / Inkontinenz
Inkontinenz: Medikamentöse Therapie
Bei Drang-(Urge-)Inkontinenz liegt ein "Missverständnis" zwischen Gehirn und Blase vor. Die Harnsensoren in der Blase melden dem Gehirn ständig einen hohen Füllstand der Blase, auch wenn kein oder nur wenig Harn vorhanden ist. Durch Botenstoffe wird darauf hin das Signal zum Zusammenziehen der Blasenmuskulatur, zur Harnentleerung gegeben.
Bestimmte Medikamente sind in der Lage, die viel zu früh und zu häufig eintreffenden Signale an die Blasenmuskulatur zu unterdrücken. Dabei blockieren Wirkstoffe an den Zellen die für den Signalempfang verantwortlichen Andockstellen. Selbst wenn das Gehirn zum falschen Zeitpunkt reagiert, kann der sinnlose Befehl erst viel später umgesetzt werden. Durch diese Verzögerung und die verschobene Reizschwelle kann sich die Blase wieder fast vollständig füllen, bevor das Druckgefühl auftritt und es zur Entleerung kommt.
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