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Enuresis (Einnässen oder Einkoten) bei ADHS
ADHS steht für "Aufmerksamkeits-Defizit-Hyperaktivitäts-Syndrom". Dies ist eine Gehirnstoffwechselstörung, welche besser unter dem Begriff Zappelphillip-Syndrom bekannt ist. Im Volksmund bezeichnet man Kinder mit ADHS auch gern schlicht als hyperaktiv.
Bei Kinder, welche vom ADHS betroffen sind, leiden häufig auch bis in das Grundschulalter (durchschnittlich bis zum 10. Lebensjahr) an Enuresis.
Dabei handelt es sich weniger um einen Fehler in der Erziehung, sondern lediglich um eine Entwicklungsverzögerung des Kindes. Diese wächst sich mit der Zeit für gewöhnlich von ganz alleine aus.
Die medikamentöse Behandlung der Enuresis ist nur sehr selten von Erfolg gekrönt (Stichwort Hormonbehandlung).
Da auf den gesellschaftlichen Druck hin, heute immer mehr Kinder mit ADHS durch Methylphenidat (z.B. Ritalin; Medikinet; Concerta) behandelt werden, sollten sich Eltern gut überlegen, ob sie das Einnässen des Kindes einfach aussetzen, oder mit Hormonmedikamenten behandeln wollen.
Eine medikamentöse Behandlung des Enuresis sollte eines der letzten Mittel sein, auf welche zurückgegriffen werden kann. Besonders für Nacht empfiehlt es sich einfach auf die Verwendung von Windeln zurückzugreifen. Das ist einfacher, spart Bettwäsche und erspart dem Kind eine Belastung durch eine Hormonbehandlung.
Einnässen und Einkoten kommt bei Kindern mit ADHS auffallend häufig vor. Die meisten Eltern greifen deshalb auf Windeln bei ADHS zurück.
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