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Epilepsie
Mögliche Ursachen
Die Ursache einer Epilepsie kann nur sehr schwer festgestellt werden. Oft sogar nur gemutmaßt. Selbst mit der modernen und sehr aufwendigen und teuren „Magnetresonanztomographie“ (kurz „MRT“) können nur zwischen 20% und 30% aller Patienten über die Ursache ihrer Epilepsie aufgeklärt werden. Bei den meisten jedoch liegt die Ursache noch völlig im dunkeln.
Derzeit werden mögliche Ursachen als Auslöser einer Epilepsie vermutet:
- Genetik (vererbte Epilepsie von den Eltern zu ihren Kindern)
- Tumore im Gehirn
- Frühkindliche Hirnschädigung
- Entzündliche Erkrankungen
- Fieberanfälle („Fieberepilepsien“)
- Fehlbildungen des Gehirns
- Toxische Faktoren (Vergiftung)
- Kopfverletzungen (z.B. Schädel-Hirn-Trauma)
- Nebenwirkung von eingenommenen Medikamenten
- Schlafentzug
- Übermäßiger Konsum von PC und TV
- Alkohol, Drogen (auch in sehr geringen Mengen!)
Heute lässt sich jedoch bereits sicher sagen, das bestimmte Ursachen wie Kopfverletzungen oder Hirnhautentzündungen das Risiko an Epilepsie zu erkranken deutlich erhöhen. Besonders bei Kindern und Jugendlichen lassen bestimmte EEG-Veränderungen häufiger an eine erbliche Komponente denken.
Die häufigste Ursache bei Kindern bis zum sechsten Lebensjahr hohes Fieber. Glücklicherweise wachsen sich diese Fieberkrämpfe in aller Regel aus. Später treten gewöhnlich „nur noch“ Gelegenheitsanfälle auf – wenn überhaupt etwas „übrig“ bleibt.
Jugendliche und Erwachsene erleiden häufig Anfälle in Zusammenhang mit Alkohol- und Drogenmissbrauchs. Diese Stoffe wirken wie ein Raketenetreibstoff und fördern die Anfälligkeit bis aufs äußerste.
Ebenso führen auch Schlafentzug oder langes „vor dem Bildschirm (PC, TV, etc.) zu einer höheren Anfallsbereitschaft. Der „normal gesunde“ Mensch zeigt vor einer Flimmerkiste bereits nach 15Minuten eine auffälliges EEG, welches die Krampfbereitschaft durch Überanstrengung des Gehirns erhöht.
Übrigens: Nur weil der Arzt physikalisch nichts findet, so heißt das nicht das es keine Epilepsie (bzw. eine ihrer Formen) vorhanden ist. Auch ein völlig unauffälliges EEG (Spontan-EEG oder bei geplantem Schlafentzugs-EEG) ist noch kein sicherer Beweis für keine Epilepsie. Nur weil Sie etwas nicht sehen, heißt es nicht, das es nicht da ist. Selbst bei Langzeit-EEGs bei stationärer Beobachtung müssen nicht zwangsläufig Veränderungen im EEG ersichtlich werden. Dies macht eine eindeutige Diagnose und Behandlung sehr schwierig.
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