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Heilpraktiker – Das miese Geschäft mit Patienten

Berechtigte Kritik am Heilpraktiker in zwei Teilen

Immer wieder liest man in Foren, dass man auf gar keinen Fall zu einem Arzt gehen soll. Sei es wenn man selber krank ist oder sein Kind. Man soll lieber zu dem Heilpraktiker um die Ecke gehen. Weil der heilt ja "gesünder". Aber was steckt wirklich hinter einem Heilpraktiker? Trotz intensiver Recherchen bleibt ein Bild des Schreckens. Denn wer sich genauer mit dem Beruf des Heilpraktikers beschäftigt, und bei gesundem Menschenverstand ist, der wird vieles finden, was ihm schlussendlich dazu führen wird, das er nicht mehr zu solchen Kurpfuschern gehen wird.

Wir haben hier die Fakten zusammengetragen und liefern einen guten Überblick:

 

Seit wann wird es versucht zu beweisen, dass Homöopathie wirkt?

Bereits vor dem 2. Weltkrieg wurde damit begonnen, die Wirksamkeit von Homöopathie wissenschaftlich nach zu weisen. Einen anerkannten wissenschaftlichen Nachweis über die Wirksamkeit von Homöopathie gibt es bis heute nicht! In den letzten Jahrzehnten wurden immer wieder Studien durchgeführt. Doch keine einzige konnte die nötigen wissenschaftlich anerkannten Nachweise erbringen.

 

Und was sagt das Gesetz zu dieser Kurpfuscherei?

Da erwiesen ist, dass Homöopathie und andere Behandlungsmethoden seitens der Heilpraktiker keinerlei Wirkung haben, sind sie in der medizinischen Welt nicht anerkannt. So betrifft der §3 des HWG die Heilpraktikerszene im besonderen Maß. Denn er verbietet unter Strafandrohung die Anwendung von Behandlungsmethoden, dessen Wirksamkeit nicht erwiesen ist.

 

Was fordert der gesunde Menschenverstand?

Wer über Jahrzehnte hinweg steif und fest behauptet, er könne heilen, muss auch einen handfesten Nachweis darüber erbingen können. Ein solcher Nachweis ist bis heute nie erbracht worden. Es ist absolut fahrlässig einen Wunderheiler aufzusuchen. Ob das nun ein Homöopath, Heilpraktiker oder ein anderes Sektenähnliches Individuum ist.

 

Heilpraktiker heilen "ganzheitlich"

    Die Ökoverfechter sprechen gern vom "ganzheitlichen" Heilen. Also den Körper und die Krankheit als Ganzes betrachten und als Ganzes begreifen. Das allein ist doch bereits blanker Irrsinn. Wenn ich Schnupfen habe, brauch ich etwas gegen Schnupfen und nicht auch noch etwas das gegen Fußpilz hilft. Weil Fußpilz habe ich ja nicht.

     

    Schulmedizinische Medikamente weisen Nebenwirkungen auf

      Es wird schon mit einer gewissen Leidenschaft immer wieder damit argumentiert, dass Medikamente aus der Schulmedizin gigantische Nebenwirkungen haben - die bis zum Tod führen können. Wer im Internet herumsurft, der stellt schnell fest, das ganz gewöhnliche Lebensmittel z.T. massive "Nebenwirkungen" haben. Knoblauch zum Beispiel soll den Blutdruck soweit senken können, dass man dran stirbt. Essen wir jetzt keinen Knoblauch mehr?

      Aber schieben wir dies mal beiseite. In der Homöopathie gibt es praktisch keine Nebenwirkungen. So ist die gängige Meinung. Tatsache ist jedoch, dass die Nebenwirkungen in der Homöopathie nicht als Nebenwirkungen definiert werden, sondern als eine Wirkung des eingenommenen Mittels.

      Eine Nebenwirkung als Wirkung darzustellen ist in der Schulmedizin verboten. Heilpraktiker dagegen können tun und sagen was sie wollen. Rechtlich ist der Heilpraktiker zumindest so nicht angreifbar.

      Wenn es also schief geht, dann hat der Patient eben Pech gehabt.

       

      Dokumentationspflicht beim Heilpraktiker

      Ein Heilpraktiker und andere Wunderheiler sind nicht zur Dokumentation ihrer Therapien und Behandlungsmethoden verpflichtet. Unterlagen über die Behandlung gibt es also nicht. Auch hier steht der Patient bei einem "Kunstfehler" allein da. Denn es steht immer Aussage gegen Aussage. Und auch für Heilpraktiker gilt: Im Zweifel für den Angeklagten.

      Schulmediziner dagegen sind gesetzlich zur detailierten Dokumentation verpflichtet. Behandlungsfehler und Kunstfehler können hier durchaus nachgewiesen werden. Der Patient kann im Ernstfall vor Gericht ziehen.

       

      Diagnostik beim Heilpraktiker

      In der Regel gibt es beim erstmaligen Besuch ein langes Gespräch von rund zwei Stunden zwischen Patient und Heilpraktiker. Bei einer ersten Krankheit wird dann z.B. über die Farbe der Iris im Auge festgestellt, was dem Patienten fehlt. Andere Blicken zur Diagnostik nicht in die Augen, die wenden Muskeltests an um zu bestimmen, was ihrem Patienten fehlt. Wieder andere reden nur um den heißen Brei und schreiben dann irgendwelche Globuli auf.

      Interessant zu beobachten ist dabei, dass man immer wieder lesen kann, dass Heilpraktiker dem Patienten als erstes dazu raten, die schulmedizinischen Medikamente auszuschleichen oder einfach abzusetzen und auf die "Heilkraft der Natur" zu bauen.

      Die Folgen eines Besuchs beim Heilpraktiker sind nicht kalkulierbar. Sehen doch viele Patienten einen Medizinmann im Heilpraktiker, der mit einem Arzt vergleichbar ist. Und der muss es ja wissen. Ein Heilpraktiker hat jedoch nicht mal annähernd etwas mit einem Arzt gemeinsam.

      Fazit: Eine wirkliche Diagnostik gibt es bei einem Heilpraktiker nicht.

      Solche Vorgehensweisen sind bei einem Schulmediziner schlicht nicht möglich.

       

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