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Lernbehinderung
Wo wird mein Kind am besten gefördert?
Es gibt grundsätzlich zwei unterschiedliche Möglichkeiten, um Kinder mit einer Lernbehinderung zu fördern:
- Integration in einer Regelschule
- Schule zur individuellen Lernförderung
Integration in einer Regelschule
Die eine Möglichkeit ein lernbehindertes Kind zu fördern besteht darin, es in der Regelschule zu integrieren. Dabei erhalten die Kinder eine zusätzliche Förderung, welche ihren Umständen und Problemen angepasst ist. An einigen Schulen stehen eigens für diesen Zweck so genannte „mobile Sonderpädagogische Dienste“ zur Verfügung. Diese sind jedoch nicht den ganz Tag da, sondern nur Stundenweise.
Andere Schulen bieten auch sog. Förderstunden an. Diese beschränken sich jedoch gewöhnlich nur auf die Hauptfächer. In diesen Diese Förderstunden sind außerhalb des Regellehrplans und stehen als zusätzliche Stunden auf dem Stundenplan des lernbehinderten Kindes.
Auch gibt es Schulen, welche diese Möglichkeit grundsätzlich ausschließen. In diesem Falle ist eine andere Schule „zuständig“. Ein Schulwechsel ist hier gewöhnlich nicht vermeidbar. Ob ein Schulwechsel auf das Kind als fördernd wirkt oder eher das Gegenteil, ist Sache des Kindes ………
Schule zur "individuellen Lernförderung"
Die zweite Möglichkeit besteht in der Unterbringung einer „Schule zur individuellen Lernförderung“. Diese Schule zeichnet sich vor allem dadurch aus, das Kinder mit ähnliche Schwierigkeiten in kleinen Klassen unterrichtet werden. Außerdem ist die Geschwindigkeit in der Vermittlung des Lernstoffs reduziert, d.h. langsamer.
Besonders hervor zu heben ist die Möglichkeit, das das lernbehinderte Kind bei guten Leistungen in die Regelschule übertreten kann. In Verlauf der Grundschulklassen ist es möglich, das ihr Kind keine Klasse im Fall eines Übertritts wiederholen muss. In den weiterführenden Schulen ist dies zwar auch möglich, aber durchaus schwieriger.
Es gibt aber auch den Fall, bei dem man nicht sicher ist, ob das Kind besser in eine Schule für die individuelle Lernförderung gehört oder ob der Förderunterricht an der Regelschule ausreicht. Speziell für diese Kinder gibt es an den Grundschulen sog. „Diagnose-Förderklassen“. Das besondere an diesen Klassen ist eine etwas geringere Klassenstärke und die Reduzierung des Lernstoffs. Denn die ersten zwei Grundschuljahre werden auf drei Jahre verteilt. Am Ende dieser Zeit spricht die Lehrkraft eine Empfehlung aus. Diese Empfehlung beschreibt die günstigere Schulart mit den besseren Fördermöglichkeiten.
Die Empfehlung der geeigneteren Schule berücksichtigt in erster Linie die Stärken und Schwächen des Kindes. Doch örtliche Gegebenheiten spielen zunehmend ebenfalls eine Rolle. Im speziellen sind die Entfernungen wichtig und die Verfügbarkeit von möglichen Förderungsunterricht oder Förderschulen.
Die letzte Entscheidung aber haben gewöhnlich die Eltern. Wobei angemerkt sei, dass es ratsam ist, der Empfehlung zu folgen. Falscher elterlicher Stolz hilft einem Kind nicht weiter.
Mit einer Lernbehinderung ist in keinem Fall zu spaßen!
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