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Gesundheit: P
Der plötzliche Kindstod (Infant Death Syndrome = SIDS)
Wie kann das Risiko eines plötzlichen Kindstods möglichst gering gehalten werden?
Hier einige Ratschläge von Experten:
- Das Neugeborene sollte mittels Ultraschall (Doppelsonographie) untersucht werden, besonders die Arterien. Anhand dieser Untersuchung können unter Umständen bereits vorab mögliche Risikofaktoren für den plötzlichen Kindstod erkannt und so leichter behandelt werden. Als Beispiel nennen Experten einen schlechten Blutfluß im Gehirn. Schläft das Kind in einer ungünstigen Liegeposition, z.B. in Bauchlage, und dreht das Kind dann den Kopf zur Seite, fließt das Blut bei Kindern mit schlechtem Blutfluß nur sehr langsam. Durch die Kopfdrehung wird ein Blutgefäß zusammengepresst, welches von der Wirbelsäule zum Gehirn verläuft. Als Folge wird der Hirnstamm - Sitz des Atmen- und Kreislaufzentrums – nur noch unzureichend durchblutet. Als schlimmste Folge könnte das Kind so einen plötzlichen Kindstod erleiden.
- Das Kind auf dem Rücken schlafen lassen. Die Seitenlage begünstigt, daß das Kind während des Schlafs auf den Bauch rutscht, was für Säuglinge ein besonders hohes Risiko für den plötzlichen Kindstod darstellt.
- Nicht rauchen! Rauchen (auch schon während der Schwangerschaft, auch passiv!) erhöht das Risiko, daß das Kind an Atemwegserkrankungen oder Allergien erkrankt, was wiederum das Risiko eines plötzlichen Kindstods erhöht. Rauchen stellt das zweitgrößte Risiko beim plötzlichen Kindstod dar! Der Zusammenhang zwischen rauchenden Müttern und dem gehäuften Auftreten des plötzlichen Kindstods wurde bereits wissenschaftlich nachgewiesen. Untersuchungen belegen, daß bis zu zwei Drittel aller Fälle der plötzliche Kindstod (nach Vermeidung anderer Risikofaktoren) auf den Tabakkonsum der Eltern zurückzuführen ist.
- Um das Immunsystem und den Organismus des Säuglings zu stärken ist es ratsam, zu stillen, nach Möglichkeit das erste halbe Jahr.
- Der ideale Schlafplatz für das Baby: Eine feste Unterlage im Elternschlafzimmer, am besten im eigenen Gitterbettchen! Das Risiko des plötzlichen Kindstods kanns so verringert werden, auch weil das Baby beruhigende Schlafgeräusche der Eltern hört.
- Schlafsäcke statt Decken verwenden! Diese können nicht über den Kopf des Kindes gezogen werden (auch nicht vom Kind im Schlaf, sollte es strampeln). Auch sollten nicht zu viele Kissen, Decken und Kuscheltiere in Baby’s Bettchen sein, unter denen das Kind womöglich ersticken könnte.
- Der Schlafplatz sollte gut temperiert sein, auch im Winter nicht wärmer als 18° Celsius. Falls man sich nicht sicher ist: Fühlen, ob das Baby im Nackenbereich schwitzt. Falls ja, ist es zu warm. Ist die Haut warm, aber trocken, dann hat der Schlafplatz die richtige Temperatur.
- Das Kind vor Überwärmung schützen – Handschuhe und Mützchen oder dergleichen vor dem Schlafenlegen ausziehen!
- Kind mit Schnuller schlafen lassen! Das Versicherungsunternehmen Kaiser Permanente fand in einer Studie heraus, daß das Risiko des plötzlichen Kindstods um bis zu 90 % verringert werden kann, schläft der Säugling mit einem Schnuller ein. Es wird vermutet, daß der Schnuller verhindert, daß sich die Säuglinge die Luftzufuhr abschneiden. Als Grund hierfür wird angenommen, daß dies an den meist großen Griffen an den Schnullern liegt. Diese verhindern anscheinend, daß sich die Kinder auf den Bauch und den Kopf in die Decken oder in die weichen Auflagen drehen. Zudem soll das Nuckeln am Schnuller die Entwicklung der Gehirnbahnen begünstigen, welche die Funktion der Atemwege im oberen Atemtrakt steuern. Weitere Informationen zum Thema Schnuller
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