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Gesundheit: S

Sex in der Schwangerschaft

Schwangerschaft bedeutet in einer Beziehung immer eine Veränderung. Gerade auch die erste Schwangerschaft wird oft von Unsicherheiten begleitet. Fast alle werdenden Eltern stellen die Frage, ob Sex in der Schwangerschaft erlaubt ist oder das nicht.

Die häufigsten Fragen sind:

  • Dürfen wir Verkehr haben?
  • Wollen wir Sex?
  • Kann Geschlechtsverkehr dem Ungeborenen schaden?
  • Könnten vielleicht unbeabsichtigt Wehen ausgelöst werden?
  • Könnten Krankheiten übertragen werden?

Grundsätzlich gilt: Sex während der Schwangerschaft ist kein Problem. Sie können und dürfen alles tun, was Ihnen Spaß macht.

 

Zusätzlich hier noch einige Hinweise:

Mit dem größer werdenden Bauch empfinden die meisten Frauen die Missionarsstellung (Mann oben; Frau unten) als unangenehm. Die „Löffelchenstellung“ (der Mann liegt in Seitenlage hinter der Frau) wird oft als sehr viel angenehmer empfunden.

Vorsicht ist allerdings dann geboten, wenn eine Neigung zu Früh- und Fehlgeburten besteht oder vorzeitige Wehen einsetzen.

Während der Schwangerschaft sollte auf Kondome möglichst nicht verzichtet werden. Diese schützen das ungeborene Kind und seine Mutter vor Infektionen.

Übrigens: Vom Sexverzicht auf ärztliche Anordnung sind nur acht Prozent aller Paare betroffen.

Wenn Sie trotzdem Bedenken haben, dann fragen Sie auf jeden Fall einen Arzt ihren Vertrauens!

 

Psychische Belastungen

Sehr häufig geht es nicht körperliche Probleme, wenn Paare während der Schwangerschaft Probleme beim / mit Sex haben.

Viele Schwangere Frauen (vor allem beim ersten Baby) sind so mit sich selbst beschäftigt (durch innere und äußere Veränderungen), das sie an Sex nur selten denken.

Männer trifft eine Schwangerschaft oft besonders hart. Der werdende Vater tritt erstmal in den Hintergrund. Das Baby ist der Mutter sehr wichtig und für sie gibt es oft nur noch Baby Baby Baby. Der Mann spielt die zweite Geige.

Hinzu kommen bei beiden Fragen auf wie z.B.:

  • Ich habe jetzt Verantwortung für ein Kind! Schaffe ich das? Bin ich dem gewachsen?
  • Schaffen wir es finanziell? Kriegen wir das in den Griff?
  • Ein Kind ist verbindend – keiner von beiden kann sich einfach "aus dem Staub" machen. Will ich mich binden?

Solche Gedanken und Überlegungen können durchaus dazu führen, das man länger keine Lust auf Sex hat. Die Gedanken sind ganz woanders.

Und Trotzdem: Gerade solche Belastungen machen den Austausch von zärtlichkeiten sehr wichtig. Die Nähe des anderen vermittelt Nestwärme und gibt der Beziehung vor allem Stabilität.


Aber: Wenn beide gut darauf vorbereitet sind, dass sich etwas verändert, werden beide damit gut zu recht kommen und dann gibt es auch keine Probleme.

Wenn es doch zu Unklarheiten kommt gilt die oberste Faustregel: Sprechen Sie mit ihrem PartnerIn darüber. Ein Mann kann nicht empfinden wie es ist schwanger zu sein. Er ist einfach nicht schwanger. Umgekehrt gilt für die werdende Mutter, das sie nicht in den Mann hineingucken kann.

"Sprachlosigkeit" in einer Partnerschaft ist pures Gift!

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