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Hochbegabung (=HB)
Höchst sensibel und verletzlich
Hochbegabte Kinder und Erwachsene haben besondere Antennen für Emotionen. Dies gilt jedoch nicht nur für sich selbst, sondern auch für ganz banale und einfache Dinge des Lebens. Sie staunen über die Verfärbung des Herbstlaubs und sind tief berühert, wenn sie schöne Musik hören.Sie sehen Wechselbeziehungen von Ereignissen und empfinden eine emotionale Wirkung auf sich selbst. Hochbegabte Kinder können früher als andere Körpersprache interpretieren und Gefühlsregungen deuten.
In der Regel kann beobachtet werden, das hochbegabte übersensibel reagieren. Eine kleine Kränkung oder missverstandene Scherze nehmen sie sich sehr zu Herzen. Im Volksmund sagt man, hochbegabte Menschen mehr leiden, als das Opfer selbst.
Wie jeder andere Mensch auch, möchte der Hochbegabte geliebt werden. Sie wollen ebenso akzeptiert und gebilligt werden, wie alle anderen auch. Deshalb versuchen sie sich anzupassen und wollen ein teil der Gesellschaft werden - dies wird leider oft missverstanden. Denn ihr geistiges Potential wird vom Durchschnittsmensch als störend und besserwisserisch aufgenommen. Dies führt immer wieder zu unbegründeten Spannungen in allen Altersklassen.
Hochbegabte können auch als “schlampige Perfektionisten” bezeichnet werden. Wenn Leistung das einzige ist, durch das sie glänzen können, versuchen sie durch die äußere Einwirkung der Mitmenschen alles noch und noch besser zu machen. Dabei wird der Hochbegabte in eine Leistungsecke gedrängt, wo er nichts verloren hat und auf verlorenem Posten arbeitet. Denn eine Lösung reicht völlig. Und manchmal lässt sich nichts mehr verbessern. Auch dann nicht, wenn man einen noch so hohen IQ und EQ hat. Durch die ständigen Versuche etwas gutes noch besser machen zu wollen, kommt am Ende ein anderes Ergebnis heraus - es wird geschlampt.
Durch falsche oder zu hohe Zielsetzung versagt der Betroffene. Durch die ständigen Misserfolge stirbt das Selbstvertrauen und das Interesse an Leistung. Ein völliger Rückzug ist oft die Folge. Der Zwang an Gruppenaktivitäten bestärkt den Betroffenen darin, sich einem Einzelgängerleben hinzugeben.
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