Eltern-Zentrum Impressum    Nutzungsbedingungen    Datenschutz   

www.babywalz.de

 Eltern-Zentrum

Startseite Startseite

suchen suchen

Impressum
Nutzungsbedingungen
Datenschutz
Hilfe

 

 Info
Magazin

 

 Themen

Startseite Neue Themen

Beruf
Eltern
Gesundheit
Pädagogik
Recht
Technik
Multimedia
Essen & Trinken

 

 Amazon
Amazon
 Pädagogik: Lerntherorien
 Pädagogik > Pädagogik: L > Pädagogik: Lerntheorien
 

Erziehung aus lerntheoretischer Sicht

Die Lerntheorien (Zusammenfassung)

Menschliches lernen ist vielfältig. Verschiedene Lerntheorien versuchen unterschiedliche Aspekte des Lernens zu erklären, vorherzusagen und zu beeinflussen.

Nach der Theorie des klassischen Konditionierens vergrößert sich das Verhaltenrepertoire des Menschen durch Reizkoppelung. Hierbei wird ein ursprünglich neutraler Reiz mehrmals und unmittelbar mit einem unbedingten Reiz verknüpft. Er wird zum Signal, dass eine bedingte Reaktionen auslöst. Konditionierungen bauen entweder auf angeborenen oder erlernten Reiz-Redaktions-Verbindungen auf, wobei bei Menschen auch Worte Signalfunktionen übernehmen. Während der Organismus zu Beginn generalisiert, differenziert er im Laufe des Konditionierungsprozesses. Eine gelernte Reaktion wird gelöscht, wenn der unbedingten Reiz längere Zeit nicht auftritt. Eltern und Erzieher, die hart strafen, schreien oder drohen, werden zum Signal für Schrecken, Schmerz und Angst. Erzieher, die dagegen ruhig und freundlich auf den Zu-erziehenden eingehen, werden zum Signal für Sicherheit und bewirken, dass der Zu-erziehende positive emotionale Reaktionen erwirbt. Unerwünschter Gefühlsreaktionen, insbesondere Ängste, lassen sich durch Gegenkonditionierung und systematische Desensibilisierung abbauen.

Nach der Theorie des operanten Konditionierung lernt der Mensch aus den Konsequenzen seines Verhaltens. Lassen sich durch ein Verhalten angenehme Konsequenzen herbeiführen oder unangenehme beseitigen, dann nimmt die Auftretenswahrscheinlichkeit dieses Verhaltens zu. Folgen einem Verhalten keine oder unangenehme Konsequenzen, dann nimmt dessen Auftretenswahrscheinlichkeit ab. Nicht gesichert ist, ob durch Bestrafung ein Verhalten langfristig abgebaut werden kann. Der Mensch lernt nur, wenn er durch sein Aktivwerden einen unlustvollen Zustand beseitigen und einen lustvollen herbeiführen kann. Ein durch Verstärkung erworbenes Verhalten wird langfristig durch Übung und Wiederholung erhalten, andernfalls wird es verlernt.

Erwünschtes Verhalten kann durch die Schaffung von Motivation angeregt werden. Verhaltensformung baut komplexes Endverhalten schrittweise auf. Kontingente und kontinuierliche Verstärkung stabilisieren ein Verhalten, dass sich am dauerhaftesten durch intermittierende Verstärkung festigen lässt. Unerwünschtes Verhalten lässt sich durch Nicht-Verstärkung löschen.

Durch die Beobachtung sowohl natürlicher als auch symbolischer Modelle eignet sich der Mensch neue und komplexe Verhaltensweisen an. Aufmerksamkeits- und Gedächtnisprozesse sind hierbei entscheidende Bedingungen, während Motivations- und Verstärkungsprozesse die Ausführung des gelernten Verhaltens fördern und aufrechterhalten. Durch Übung, Wiederholung und Korrektur wird das gelernte Verhalten vervollständigt. Die Beobachtung von erfolgreichen Modellen enthemmt entsprechendes Verhalten, bestraft das Modellverhalten wirkt auf den Beobachter dagegen hemmend. Erzieher werden zu Vorbildern, wenn sie vom Zu-Erziehenden als Person als akzeptiert werden und einem positive emotionale Beziehung besteht. Durch Vormachen und Vorleben kann der Erzieher bewirken, dass der Zu-Erziehende erwünschtes Verhalten erwirbt und aktiviert. Unerwünschtes Verhalten lässt sich entweder durch eine Verhaltensänderung des Modells oder durch partizipierendes Modellernen abbauen. Teilnehmende Beobachtung vermittelt positive Verhaltensalternativen und befähigt den Zu-Erziehenden, den Prozess der Verhaltensänderung selbst zu steuern. Erzieher müssen sich ihrer Modellfunktion bewusst sein, um unerwünschte Effekte möglichst gering zuhalten.

Die Gestaltpsychologie führt menschliches Lernen vor allem auf Einsicht zurück. Probleme werden nicht durch blindes probieren, sondern durch nachdenken gelöst. In Gedanken wird das Problem umstrukturiert und neu organisiert. Als Ergebnis dieses Denkprozesses zeigt sich geändertes Verhalten.

Erzieher können den Prozess des Umstrukturierens dadurch fördern, in dem sie ihr Verhalten transparent machen, den Zu-Erziehenden zum Perspektivenwechsel und zur Einfühlung in die innere Situation eines anderen befähigen, für eine überschaubare Gesamtsituation sorgen und relevante Zusammenhänge anschaulich und logisch erklären. Durch Einsicht erworbenes Verhalten bedarf der Übung und Anwendung.

 << zurück

 Stuhlkreis

 Werbung

myToys.de: Einfach alles für Ihr Kind

   Impressum       Nutznungsbedingungen (NUB)       Datenschutz       FAQs zu Eltern-Zentrum       Hilfethemen