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Recht: SGB 8 (KJHG)
§27 SGB 8 - Hilfe zur Erziehung
Wie können Heime helfen?
Ungefähr 80.000 Kinder und Jugendliche sind derzeit in Deutschland in Heimen oder sonstigen betreuten Wohnformen untergebracht (§34 SGB 8). Es gibt sehr unterschiedliche Heime, wie z.B. Kinderheime oder Jugendwohngruppen. In einer Gruppe leben sechs bis zehn Kinder oder Jugendliche, die von ungefähr drei bis fünf ausgebildeten Fachkräften rund um die Uhr betreut werden. Außenwohngruppen sind meistens kleiner und befinden sich außerhalb des Heimes.
In Familienwohngruppen wohnen die Fachkräfte (oft ein Ehepaar) mit den jungen Menschen in einem haus zusammen. Manche Heime haben besondere Förder- und Therapiemöglichkeiten, spezielle Schulen oder berufliche Ausbildungsmöglichkeiten.
Für ältere Jugendliche und junge Erwachsene halten viele Heime Wohnungen vor, in denen man seine Selbstständigkeit einüben kann.
Heimen gegenüber gibt es immer noch Vorurteile. Wenn sich Familien zu dieser Form der Erziehungshilfe entschließen, haben sie oft ein schlechtes Gewissen. Dabei hat sich aber in den letzten 20Jahren in den Heimen vieles positiv verändert. Sie müssen sich klarmachen, dass Heimerziehung auch eine Hilfe ist. Auf keinen Fall darf sie als Strafe verstanden werden. Lassen Sie sich deshalb ausführlich beraten und suchen Sie das Heim sorgfältig mit aus.
Nehmen Sie Ihr Wunsch- und Wahlrecht wahr! Auch Ihr Kind soll mitentscheiden. Soll das Heim in Ihrer Nähe sein oder weiter weg?
Arbeitet das Heim mit Ihnen als Eltern zusammen? Suchen Sie ein Heim mit Schule? Etc. Suchen Sie ein heim mit Schule? Etc. Je besser Sie mit den Fachkräften zusammenarbeiten, desto größer ist der Erfolg der Erziehungshilfe. Grundsätzlich Ziel bleibt es, dass Ihr Kind wieder in Ihre Familie zurückkehren kann (§37 SGB 8).
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