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Eltern-Zentrum - Technik - Technik: B - Bundestrojaner
 

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Bundestrojaner

Fragen und Antworten zum "Bundestrojaner"

Gibt es bald Antivirensoftware mit staatlich verordneter Hintertür?

    Das ist nicht zu erwarten. Denn dies würde den Kunden das Vertrauen zum Hersteller und dem Produkt nehmen. Es würden neue Produkte, bzw. aktuelle Versionen, nicht mehr gekauft – wegen bestehenden Sicherheitslücken.

    Der wirtschaftliche Schaden wäre dann nicht bezifferbar. Das gilt für die Umsätze der Firmen, wie auch für den Bund - sprich Steuerverluste. Nicht bezifferbar deshalb, weil auf die nächsten Jahre hinaus deutlich weniger neue Software gekauft werden würde.


Was würde geschehen, wenn per Gesetz die Hersteller von Security-Software dazu gezwungen werden eine Lücke für den Bundestrojaner zu schaffen?

    Eine solche Lücke hätte zur Folge, das auch andere schädliche Software nicht mehr erkannt würde. Das ist nicht zu akzeptieren.

    Außerdem ist es so, das neue Gesetze von der Presse begleitet werden. Gerade auch dieses Thema wird peinlich genau von den Medien beobachtet. Würde ein solches Gesetz kommen, gäbe es massiven Widerstand von den Bürgern – und noch mehr Widerstand von den Security-Software Herstellern.


Kann die Regierung ein Gesetz erlassen, was Security-Software Hersteller verbietet, den Bundestrojaner zu erkennen?

    Grundsätzlich wäre das möglich. Der Widerstand der Bevölkerung ist "vorprogrammiert"


Welche Gefahr besteht in dem Versuch, einen "Bundestrojaner" zu entwickeln?

    Dies würde einen massiven Eingriff in die gesamte IT-Sicherheitsindustrie bedeuten.

    Die Produkte der Hersteller würden für den Kunden abgewertet (weil unsichere Software kauft keiner), was hieße, dass der Staat sich massiv in die wirtschaftlichen Belange der Unternehmen einmischen würde.


Andere Länder wie China oder die USA haben solche Programme bereits eingesetzt. Gibt es bald die "guten" und die "bösen" Spionageprogramme? Wie will man diese unterscheiden?

    Es gibt keine "gute" oder "böse" Spionageprogramme. Ein schädliche Software – egal von wem – zeigt ein bestimmtes Verhalten. Die Security-Software analysiert und erkennt dieses Verhalten. Wird schädliche Software gefunden, wird sie zerstört (z.B. durch das Löschen).

    Ein "gutes" Spionageprogramm gibt es nicht. Das steht in sich bereit im krassen Widerspruch.


Würde eine Security-Software den sogenannten "Bundestrojaner" erkennen?

    Der Staat hat beim Einsatz und der Verbreitung eines Trojaners mehr Möglichkeiten, als sie einem Virenautoren zur Verfügung stehen. Trotzdem muss auch ein Bundestrojaner letztlich mit den gleichen Methoden arbeiten wie die Spyware von Virenautoren - und würde mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit von den gängigen und aktuellen Security-Software erkannt werden.


Wären die Hersteller von Security-Software bereit, mit Behörden bei Online-Durchsuchungen zusammenzuarbeiten und mögliche Lücken im Sicherheitsystems zu nennen?

    Aus der Sicht der IT-Sicherheitsindustrie ist das sehr unwahrscheinlich.

    Die Produkte der Hersteller würden dadurch stark abgewertet und nicht mehr gekauft werden.

    Ferner ist es so, das die Hersteller von Security-Software Lücken im System nicht nennen dürfen. Denn dies öffnet auch allen anderen das Tor in die Rechner – in alle Rechner und nicht nur in Privathaushalten.


Was wenn ein "Bundestrojaner" das Land verlässt?

    Der Schaden ist nicht abschätzbar. Fakt ist: Kommt eine schädliche Software (Trojaner, Viren, etc.) ins Web, so kommt sie niemals wieder raus. Das World-Wide-Web schert sich nicht um physikalische Grenzen.


Angenommen die Software der Bundesregierung entspricht nicht den Kriterien eines Trojaners, würde eine Security-Software trotzdem erkennen, das es sich um den Bundestrojaner handelt?

    Wenn sich eine Software nicht wie ein Trojaner, Virus, etc. verhält gibt es auch keinen Grund warum sie entfernt werden müsste. Denn zeigt sich kein gefährliches Verhalten – ist sie harmlos.

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